8 Mythen zum Dehnen

 

Dehnen für mehr Beweglichkeit – was ist Beweglichkeit?

 

Beweglichkeit kann man nach verschiedenen Kriterien unterteilen: die allgemeine Beweglichkeit bezeichnet die Beweglichkeit eines durchschnittlichen Menschen während die spezielle Beweglichkeit überdurchschnittlich ist und durch sportliche Belastung hervorgerufen wird. Spezielle Beweglichkeit tritt daher auch nicht über den ganzen Körper verteilt auf, sondern ist je nach Sportart an unterschiedlichen Stellen zufinden.

 

Unterscheidet man zwischen aktiver und passiver Beweglichkeit, so unterscheidet man, wodurch die Beweglichkeit hervorgerufen wird: wird eine Beweglichkeit mit Hilfe von außen (Boden, Schwerkraft, Partner, etc.) erreicht, spricht man von passiv, während die aktive Beweglichkeit durch die eigene Muskelkontraktion hervorgerufen wird.

 

Bei der statischen Beweglichkeit geht es darum, die Dehnung über eine längere Zeit zu halten, wohingegen die dynamische Beweglichkeit auf eine schwungvolle Bewegungsreichweite setzt.

 

Was passiert beim Dehnen?

 

Im ruhenden Zustand überlappen sich im Muskel die sogenannten Eiweißfasern Aktin und Myosin. Spannt man den Muskel an, gleiten sie ineinander über. Dehnt man den Muskel gleiten sie auseinander.

 

Unsere 8 Dehnmythen

 

Nachfolgend findest du acht beliebte Aussagen über das Dehnen und eine kurze Erklärung dazu, ob diese zutreffen oder eben nicht.

 

Dehnen macht beweglicher.

Diese Aussage stimmt! Durch kurzfristiges oder regelmäßiges Dehnen erlangt die entsprechende Körperpartie für einen gewissen Zeitraum eine größer Bewegungsreichweite. Dabei ist eine Verlängerung von bis zu 160% der Ausgangslänge möglich.

 

Dehnen macht leistungsfähiger.

Stimmt zum Teil. Wer beweglich ist, gilt auch als leistungsfähiger. Dies gilt allerdings nur für Sportarten, in denen Beweglichkeit einen leistungsbestimmenden Faktor darstellt. Achtung: geht es um Schnellkraft in der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung kann Dehnen sogar kontraproduktiv sein, da die Eiweißfasern nicht mehr richtig ineinander greifen können (Wackelpuddingbeine).

 

Dehnen beugt Verletzungen vor.

Wissenschaftlich gibt es keine eindeutigen Befunde, dass dies so ist, Erfahrungswerte besagen aber, dass Dehnen im Rahmen des Aufwärmprogramms für eine physische und psychische Einstimmung auf die bevorstehende Belastung darstellt.

 

Dehnen fördert Regeneration und Entspannung.

Auch hier gibt es keine gesicherten Ergebnisse. Wenn sich das Dehnen nach der Belastung gut anfühlt, sollte man das auch tun. Nach der Belastung ist ein dynamisch-federndes Dehnen der statischen Variante vorzuziehen. Beim statischen Dehnen erhöht sich nämlich der Muskelinnendruck, was zu einer verminderten Durchblutung des Muskels führt. So gelangen weniger Nährstoffe zum Muskel und der Abtransport von Stoffwechselprodukten (z.B. Laktat) wird reduziert.

 

Dehnen lindert oder verhindert Muskelkater.

Diese Aussage stimmt nicht. Noch immer ist nicht genau bekannt, woher der Muskelkater kommt, die allgemein gängige Theorie hierzu sagt, dass der Muskel bei sehr starker oder ungewohnter Belastung kleine Mikrorisse in den Muskelfasern erleidet und daher schmerzt. Dem zufolge hilft auch kein Nachdehnen, es führt eher zum Gegenteil. Hilfe bei Muskelkater verspricht eine Förderung der Muskeldurchblutung und eine eiweiß- und antioxidantienreiche Ernährerung.

 

Dehnen verhindert muskuläre Dysbalancen.

Dehnen verhinder muskuläre Dysbalancen leider nur in einem gewissen Maß: Durch regelmäßiges Stretching fördert man sein Haltungsbewusstsein. Vorhandene muskuläre Dysbalancen lassen sich jedoch nur durch gezielte Kräftigung beheben.

 

Dehnen verhindert Muskelverkürzungen.

Stimmt nicht! Muskelverkürzungen fallen auch in die Kategorie der muskulären Dysbalancen und können daher nicht oder nur sehr bedingt durch Dehnen beeinflusst werden.

 

Dehnen vermindert den Dehnungswiderstand.

Kurzfristiges Dehnen führt tatsächlich zu einem vorübergehenden reduzierten Dehnungswiderstand. Langfristiges Dehnen hat jedoch die überaus erfreuliche Zunahme des Dehnungswiderstands zur Folge. Der Muskel wird elastischer, „reißfester“ und belastungstoleranter.

 

Das waren unsere 8 Aussagen zum Dehnen.

 

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