Ein guter Handstand ist kein Zufall

 

Ein guter Handstand ist kein Zufall - natürlich kann es passieren, dass wir durch Zufall einen guten Handstand machen. Unser Ziel sollte jedoch sein, willentlich ein reproduzierbares Ergebnis zu erhalten. Das macht in meinen Augen das Können eines Turnelements aus. Beim Handstand bedeutet das: ich kann frei entscheiden, wie lange ich im Handstand stehen möchte, ob ich zurück auf meine Füße oder abrollen möchte, ob ich meine Beine geschlossen, gegrätscht oder gespreizt halte.

 

Um dieses Ziel zu erreichen, sehen wir uns zunächst einmal die wichtigen Stellen unsere Körpers beim Handstand an:

 

Handgelenke

 

Unsere Handgelenke bilden beim Handstand das Fundament. Anders als bei den Füßen sind unsere Hände heute allerdings nicht mehr darauf ausgelegt unser ganzes Körpergewicht zu halten. Die Folge sind bei vielen Menschen Schmerzen im Handgelenk und das schon bei geringer Belastung. Um unsere Handgelenke stabil und belastbar zu machen können verschiedene Liegestützübungen herhalten. Wer am Anfang große Probleme oder Schmerzen hat, sollte mit Liegestütz auf den Knien beginnen. Dabei kann zwischen normalen Liegestütz (Hand flach am Boden) sowie Halten auf den Handballen oder Liegestütz am Handrücken variiert werden.

 

Schultern

 

Um einen geraden Handstand zu machen, bei dem wir das Gleichgewicht halten können, müssen unsere Schultern in der Lage sein, den Schulter-Rumpf-Winkel bis 180° zu öffnen.

 

Mittelkörper

 

Um stabil im Handstand stehen zu können, erfordert es eine stabile Rumpfmuskulatur zu haben. Die Körperspannung in Bauch und Rücken sind hierbei unerlässlich, um nicht im Hohlkreuz zu stehen (Bananenhandstand). Statt jedoch unseren Rumpf durch Situps oder Crunches zu kräftigen, empfehle ich isometrische Kräftigungsübungen (also Halteübungen), damit sich unser Muskelgedächtnis auf die statische Anspannung einstellen kann. Hierfür eignen sich z.B. Planks oder das Schiffchen.

 

Weitere Tipps

 

Neben der Beweglichkeit der Schultern, ist auch die Kraft in den Schultern nicht zu vernachlässigen. Achte dringend darauf, dich weit aus deinen Schultern heraus nach oben zu drücken. Sollte dir das schwer fallen, kannst du deine Schultern mit dieser Übung kräftigen.

 

Um dein Gleichgewicht zu verbessern und dich an das Über-Kopf-Stehen zu gewöhnen (wer macht das heutzutage noch?), kannst du deinen Handstand an der Wand üben. Das reduziert die Gefahr, umzufallen. Variiere auch hier: Du kannst einen Handstand mit dem Rücken, aber auch mit dem Bauch zur Wand machen.

 

Wenn du dich ein wenig sicherer fühlst und das Ausgleichen und längere Stehen im Handstand üben möchtest, kannst du dich am Hock-Handstand versuchen. Dabei startest du in der Hocke, die Hände schulterbreit auseinander am Boden. Nun springst du mit den Füßen ab, die Hände bleiben am Boden. Nun kommst du in den Handstand. Statt aber die Beine zu strecken, lässt du deinen Hüftwinkel geschlossen und öffnest nur die Schultern. Versuche solange wie möglich das Gleichgewicht zu halten in dem du mal mehr Druck auf deine Finger mal mehr auf die Handunterkante gibst.

 

Fazit

 

Du siehst, der Handstand ist ein wichtiges Element, dass deinen ganzen Körper fordert. Wenn der Handstand aber mal gemeistert ist, tust du dir bei vielen Folgeelementen (Handstützüberschlag, Flick-Flak, Salto) viel leichter. " Wer den Handstand kann, kann schon fast alles turnen!" In diesem Sinne, viel Spaß beim Üben!

 

 

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